Vor dem Kauf

Viele Hunde leben in Tierheimen, weil sich ihre Besitzer nicht die nötigen Gedanken vor der Anschaffung eines Hundes gemacht haben.

Bevor Sie sich also einen Hund nach Hause holen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Möchte ich ein neues Familienmitglied aufnehmen?
  • Habe ich genügend Zeit um meinen Hund auszulasten?
  • Gibt es genügend Freilaufmöglichkeiten ohne Leinenzwang für meinen Hund in meiner näheren Umgebung?
  • Habe ich etwas Geld übrig, um eventuell einen Auslaufservice in Anspruch nehmen zu können?
  • Bin ich bereit, dem Hund jederzeit zu ermöglichen bei seinem menschlichen Rudel zu sein?
  • Kann ich mich an mehr Dreck in der Wohnung und damit verbundenem öfteren reinigen gewöhnen?
  • Möchte ich meinen Hund mit in den Urlaub nehmen?

Ein Welpe ist eine große Aufgabe

Um einen Welpen richtig erziehen zu können, bedarf es enorm viel Einfühlungsvermögen, Hundeverständnis, Geduld, Zeit und auch etwas Geld.

Die Zeit von der 8. bis zur 16. Woche ist die allerwichtigste im Leben eines Hundes. Sie sollten sich also mindestens den gesamten Jahresurlaub genehmigen lassen, um ruhigen Gewissens den Grundstein für das spätere Zusammensein mit Ihrem Hund zu legen. In dieser Zeit ist es ein absolutes "Muss" dem neuen Familienmitglied die verschiedensten alltäglichen Situationen und auch außergewöhnliche Dinge nahe zu bringen. Das heißt, dass Sie ganz bewusst ein Auto starten, einen Rasenmäher anschmeißen, das Radio anstellen, den Staubsauger bedienen, die Straßenbahn benutzen, eine Baustelle aufsuchen, andere Hunde treffen, Rollstuhlfahrern begegnen, ein Gartenlokal aufsuchen, einen Bauernhof ansehen und so weiter... alles mit Ihrem Welpen! Dabei verhalten Sie sich so normal wie immer und Ihr Welpe wird auch alles als normal einstufen.

Auch wenn der Impfschutz noch nicht voll gegeben ist, können Sie mit dem Besuch einer guten Hundeschule beginnen. Das ist außerordentlich wichtig, damit Ihr Welpe die Hundesprache der verschiedensten Rassen erlernt. Sehen Sie sich die Schule vorher an. Es gibt die schlimmsten Varianten. Passen Sie auf, damit Ihrem Welpen nicht das seelische Rückrad gebrochen wird.

Das spätere Wesen unseres Hundes wird nicht vererbt, sondern hauptsächlich von der Umwelt geprägt, in der er aufwächst. Unter Vererbung versteht man die Weitergabe von körperlichen (äußeren) oder inneren Merkmalen wie Begabung, Anfälligkeit und Erbkrankheiten von Generation zu Generation. Hunde erben allenfalls Anlagen (Begabungen) für ihr späteres Verhalten. Der Umgang von uns Hundebesitzern mit dem Welpen und die Umwelt in der er aufwächst, bestimmen ob der Hund später ein angepasstes Verhalten zeigt. Begabungen etc. können gefördert oder eben auch unterdrückt werden.

Holt man sich einen Welpen, ist es wichtig, darauf zu achten, wie er beim Züchter lebt, was er schon alles erlebt hat und wie die Zuchthündin auf die Umweltreize reagiert. Die gesamte Umwelt mit der der Welpe in Kontakt kommt, formt sein späteres Wesen. Besonders die Zeit beim Züchter ist prägend. Der Züchter und der spätere Hundehalter sitzen gewissermaßen am "genetischen Schalter" und bestimmen, welchen Umwelteinflüssen der Welpe ausgesetzt wird.

Wer sich einen Hund anschafft, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen!

Im Folgenden sind einige aufgelistet:

Anschaffungskosten

Hier schwanken die Preise von Züchter zu Züchter von ca. 900,- bis 1500,- Euro. Hinzu kommen diverse Decken, Leinen, Kissen, Autogitter, Fressnapf und so weiter.

Hundeschule

In den Besuch einer guten Hundeschule, besonders in den ersten Monaten, sollte unbedingt investiert werden. In der Regel wird eine Stunde mit 5,- bis 10,- Euro berechnet.

Hundesteuer

Das Recht zur Erhebung einer Hundesteuer haben die Gemeinden. Die Verwaltung der Steuer und der Ertrag steht den Städten und Gemeinden zu, die in Satzungen die Regelungen zu Befreiungsmöglichkeiten und zur Höhe der Steuer festlegen. Die Hundesteuer wird als Jahressteuer pro gehaltenem Hund erhoben und ist eine direkte Steuer, da Steuerträger und Steuerpflichtiger der Hundehalter ist.

Tierarztkosten

Nach einer Eingewöhnungszeit von etwa 5 Tagen im neuen Heim ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, um den Hund dort vorzustellen. Wenn keine weiteren Erkrankungen auftreten, muss man nur die Impfkosten und die erforderlichen Wurmkuren bezahlen.

Tipps, die Sie beim Kauf Ihres Welpens beachten sollten

  • Achten Sie darauf, wie viele verschiedene Rassen der Züchter anbietet.
  • Kaufen Sie Ihren Hund bei seriösen Züchtern.
  • Fragen Sie den Züchter nach Haltung und Pflege, ein guter Züchter nimmt sich immer Zeit für Sie.
  • Ein vertrauenswürdiger Züchter erkundigt sich nach dem neuen Zuhause des Welpen und steht auch nach dem Kauf Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
  • Seien Sie nicht ungeduldig. Seriöse Züchter liefern keine Hunde auf Bestellung für den nächsten Tag. 
  • Bei einem guten Züchter werden die Welpen nicht vor der 9-10 Woche abgegeben.
  • Erkundigen Sie sich nach den Elterntiere und lassen Sie sich die Papiere und HD Auswertungen zeigen.
  • Bei Abgabe der Welpen erhalten Sie einen Impfpaß, Ahnentafel, und eine Fütterungsanleitung vom Züchter.
  • Bei einem guten Züchter dürfen Sie die Welpen besuchen.